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Historisches Fechten

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Zitat Anfang:

Was ist historisches Fechten?

In der 2. Hälfte des 14. Jahrhunderts entwickelte sich in Deutschland eine Richtung des Fechtens, die zum 1. Mal das Prädikat „wissenschaftlich“ beanspruchen konnte. Die Techniken dieser sogenannten „Deutschen Fechtschule“ sind schnörkellos und hochwirksam, kennt die Prinzipien der Zentrallinie, die Hebelgesetze und die Bevorzugung des Angriffs als schnelle Entscheidungseröffnung. Sie umfasste alle damals gängigen Blankwaffen und Stangenwaffen wie Hellebarde, Langstock, Schwert und Dolch, sowie große und kleine Schilde. Daneben wurden genauso Selbstverteidigungstechniken ohne Waffen mit und ohne Rüstung gelehrt (Harnisch- und Bloßfechten, Leibringen).

Diese Entwicklung, die über 200 Jahre das Kämpfen in Europa prägte, ist untrennbar mit den Namen der Meister Liechtenauer, Lignitzer, Talhoffer und Joachim Meyer verbunden, sowie vieler weiterer Fecht- und Ringkampfmeister der damaligen Zeit, deren Werke uns durch die parallele Entwicklung des Buchdruckes in großer Breite erhalten blieben. Umgesetzt werden diese Lehren bei uns in Wort und Tat, sportlich durch regelmäßiges Training, Seminare, und Turniere.

Zitat Ende.

Als Sportangebot beim TV Laubenheim würden wir interessierten Menschen ab 18 Jahren unsere Kampfkunst näher bringen. Hierbei wird auf individuelle Bedürfnisse eingegangen und verschiedene Zielsetzungen unterstützt, sei dies eine Möglichkeit der Bewegung oder ein gesundheitsorientiertes Interesse wie z. B. die Stärkung der Schulter- und Rückenmuskulatur. Für Menschen die das historische Fechten auf Leistungsebene ausführen möchten bieten wir durch Freikampftraining eine Vorbereitung auf Turniere an.

Um die Sicherheit unserer Teilnehmer zu gewährleisten muss bei schnell ausgeführten Techniken bzw. Sparringsübungen selbstverständlich entsprechende Schutzausrüstung getragen werden. Dies wären, eine Fechtmaske, Hinterkopfschutz, Protektorenhandschuhe, Halsschutz und für den Körper einen Gambeson oder eine Fechtjacke. Als Trainings- und Wettkampfschwerter nutzen wir sogenannte Waster. Dies sind Schwerter, die aus Kunststoff gefertigt sind. Ab einem fortgeschrittenen Niveau kann ein Schwert aus Stahl verwendet werden. Dies muss eine abgerundete Spitze und stumpfe Schneiden aufweisen.

Um diesen verlorenen Teil unserer Kultur zu rekonstruieren werden von uns Manuskripte verschiedener alter Fechtmeister verwendet. Diese Techniken werden dann gemeinsam mit unseren Teilnehmern besprochen, analysiert und trainiert. Das Auseinandersetzung und Bearbeitung von alten Quellen ist somit ein wichtiger Bestandteil im historischen Fechten.

Ansprechpartner

Christian Müller
christian.mueller.mainz@gmx.net

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